Kleine Türmchen, mittlere Säulen und große Stehlen, die wie Zähne in die Luft ragen. In der Nähe von Platten gibt es für den Naturfreund auf der Höhe von 1550 bis 1750 m einen großen Gestaltungsreichtum zu bestaunen. Die Rede ist von den Erdpyramiden von Platten bei Percha.
Sie sind zu recht eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Tals und dazu auch noch das bedeutendste Erdpyramidenvorkommen des Tals.

Geschaffen wurde dieses wunderschöne Gebilde nicht von Menschenhand, sondern von Mutter Natur. Alles begann mit einem Erdrutsch. Der einzige menschliche Beitrag bestand darin, eben nichts zu tun. Die Kräfte der Natur in Form von Unwettern und Überschwemmungen haben dazu beigetragen, dass wir uns heute über diese mannigfaltigen Säulengebilde mit Steinen darauf freuen können. Je nachdem, zu welcher Tageszeit man sich dort aufhält und wie das Wetter ist, zeigt sich das Pustertaler Naturschauspiel in ganz anderen Tönen. Noch heute befindet sich diese Stätte im Werden, sodass es ohne Probleme vorkommen kann, dass man beim erneuten Besuch neue Türmchen und Farbschattierungen entdeckt.

Die Erdpyramiden von Wielenberg, wie sie auch genannt werden, sind das Mekka für Naturliebhaber, Sportler und Fotografen. Hält man sich dort in der Umgebung auf, sind große Emotionen und herrliche Eindrücke garantiert. Man kann die Erdpyramiden von Oberwielenbach bei Percha und von Platten aus erreichen. Bei ersterer Strecke beträgt die Gehzeit 45 Minuten, während man von Platten aus sogar nur 30 Minuten benötigt. Ein klarer Vorteil dieser Sehenswürdigkeit, die auf die Art auch für weniger durchtrainierte Besucher zugänglich wird. Wer körperlich mehr leisten möchte, kann die Tour beliebig verlängern.

Bei den Erdpyramiden handelt es sich auch um ein beliebtes Ausflugsziel von Familien. Trotz der einfachen Beschaffenheit des gut markierten Weges können aber leider keine Kinderwagen mitgenommen werden, da das Gelände dafür einfach zu steinig ist. Eine gute Alternative ist da der Kindertragerucksack.